Der Teufel steckt im Click-Track

Jaja, der Click-Track…

oder wie ich ihn seit dem Wochenende nenne: der Gerät.

Kennt ihr noch “der Gerät”? Eine Apparatur, die automatisch Fleisch von einem Dönerspieß schneidet. Bekannt geworden durch TV Total.

Mit den Attributen:

  • der Gerät wird nie müde
  • der Gerät schläft nie ein
  • der Gerät ist immer vor der Chef im Geschäft und schneidet das Dönerfleisch schweißfrei

Wie ich darauf komme? Diese Sätze passen auch zu dem Click-Track. Unnachgiebig peitscht er die Musiker nach vorne ohne zu zögern auch wenn die schwierigen Stellen kommen. Gnadenlos – immer weiter und weiter. Klack klack klack… peitsch peitsch peitsch. Nachdem der erste Teil geschafft ist und man sich fast schon selbst auf die Schulter klopfen möchten, hört man es schon wieder. Der Vorzähler: Klack klack klack. Dirigent zählt ein. Man bekommt das Gefühl der Click-Track spricht zu einem: “Na, wolltest dich gerade ausruhen, gell? Du weißt schon das gleich Tempo 150 kommt? [teuflisches Lachen] Ha ha ha hahaaaaa.” Ich kann nicht mehr. Bitte bitte, mach mal kurz langsamer. Nur ein bisschen. Aber nein. Er wird nie müde.

Und dann am nächsten Tag? Man kommt in den Proberaum und da liegen schon die Kästchen und Kabel auf dem Boden. Und schon wieder hört man die teuflische Stimme im Ohr: “Ich hab’ auf dich gewartet. [teuflisches Lachen]. Diesmal versuchst du aber mal im Takt zu spielen.” Der Gerät ist immer vor der Chef im Geschäft.

Schweißfrei? Der Gerät schon – die Musiker nicht. Während wir uns bei 22° langsam in Dampf auflösen, liegen die Kästchen und Kabel unbeeindruckt auf dem Boden. Und das geschnittene Fleisch? Das bin dann wohl ich. Mir kommt es so vor, als ob ich ein paar Kilos am Wochenende verloren habe. Ist ja auch kein Wunder. Klack klack klack… peitsch peitsch peitsch.

 

 

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